Supervision für unsere Ehrenamtlichen – ein neues Angebot startet

Wer eine Selbsthilfegruppe leitet, trägt Verantwortung. Für den Rahmen, für die Atmosphäre, manchmal auch für Menschen in sehr belastenden Lebenssituationen. Das ist sinnstiftend – und gleichzeitig anspruchsvoll.

Vielleicht kennst du das:

Du engagierst dich, obwohl du selbst gerade kaum Energie hast. Du willst für andere da sein – und merkst gleichzeitig, dass dein eigener Akku schon lange leer ist. Du weißt, wie es sich anfühlt, keine Unterstützung zu bekommen, und gibst deshalb umso mehr. Und irgendwann fragst du dich, wie lange das noch geht.

Viele autistische Ehrenamtliche und ADHSlerinnen und ADHSler kennen diesen Spagat. Der Wunsch zu helfen ist stark – der Blick auf die eigenen Grenzen oft weniger. Energiemanagement ist kein Luxusthema, sondern eine echte Voraussetzung dafür, langfristig dabei zu sein.

Genau dafür gibt es jetzt Supervision. Ab April 2026 bieten wir regelmäßige Online-Gruppensupervision für unsere ehrenamtlich Aktiven an – kostenlos, weil Jan Vanvinkenroye das Angebot ehrenamtlich begleitet.

Was ist Supervision?

Supervision ist ein geschützter Raum zur Reflexion. Keine Therapie, keine Bewertung – sondern ein begleitetes Innehalten: Was erlebe ich in meiner Rolle? Was fordert mich heraus? Was brauche ich, um gut weitermachen zu können?

Für Menschen, die in helfenden oder begleitenden Rollen tätig sind, gehört Supervision in vielen Bereichen längst zum Standard. In der ehrenamtlichen Selbsthilfe ist das noch selten. Wir möchten das ändern.

Was autismus-informierte Supervision ausmacht

Supervision funktioniert nicht automatisch für alle gleich. Autistische Menschen und ADHSlerinnen und ADHSler erleben in Supervisionssettings manchmal, dass die üblichen Gesprächsformate nicht passen – weil sie auf neurotypischen Kommunikationsannahmen basieren, weil Metaphern und implizite Erwartungen Verwirrung stiften, oder weil das Masking, das viele im Ehrenamt betreiben, in der Supervision einfach weiterläuft.

Eine Supervision, die das weiß und berücksichtigt, kann etwas anderes leisten: echte Entlastung statt weiterer Anpassungsleistung. Das bedeutet konkret: direkte, klare Sprache, Raum für unterschiedliche Kommunikationsstile, und einen Fokus auf praktische Strategien statt auf abstrakte Reflexionsmodelle.

Wer begleitet die Supervision?

Die Supervision leitet Jan Vanvinkenroye, Mitglied unseres Vorstands. Jan ist Diplom-Sozialarbeiter und Diplom-Sozialpädagoge (FH), Diplom-Pädagoge sowie systemischer Berater, systemischer Familientherapeut und systemischer Supervisor. Darüber hinaus ist er psychosozialer Onlineberater (DGOB) und Lehrender für psychosoziale Onlineberatung. Er kennt unsere Organisation von innen – und bringt gleichzeitig die professionelle Distanz mit, die gute Supervision braucht.

Für wen ist das Angebot gedacht?

Das Angebot richtet sich an alle, die sich ehrenamtlich bei Wohnzimmer Neurodivers e.V. engagieren – insbesondere an Gruppenleitende sowie Menschen, die Verantwortung in der Vereinsarbeit übernehmen.

Wie erfahre ich mehr?

Die Gruppensupervision findet online statt und ist für alle Teilnehmenden kostenlos — Jan begleitet das Angebot ehrenamtlich.

Wenn du Interesse hast oder Fragen zum Angebot, melde dich gerne bei uns. Wir freuen uns über jede Person, die diesen Schritt mitgeht.

Die aktuellen Termine finden sich auch auf unserer Plattform im Bereich der Aktiven.

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