Online Fortbildung: Neurodivergenz im Klinik- und Reha-Alltag
Oktober 13 @ 09:00 – 13:00
Diese praxisnahe Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende in Kliniken und Reha-Einrichtungen, die mit neurodivergenten Personen arbeiten. Im stationären Alltag entstehen dabei oft Situationen, die herausfordernd wirken und Fragen aufwerfen: Was braucht dieser Mensch – und was brauchen wir, um ihn gut begleiten zu können?
Die Fortbildung vermittelt fundiertes Wissen zu Neurodivergenz, ADHS und Autismus und verbindet es mit konkreten Handlungsmöglichkeiten für den Klinik- und Reha-Alltag. Im Mittelpunkt steht ein verstehender Blick auf Verhalten, Reizverarbeitung und Beziehung.
Teilnehmende erhalten einen fachlich fundierten und zugleich gut verständlichen Überblick über ADHS und Autismus im stationären Setting, lernen Überschneidungen und Differenzierung kennen und beschäftigen sich mit passenden Handlungsmöglichkeiten für die eigene Berufsgruppe.
Flyer zur Fortbildung herunterladen (PDF)
Inhalte der Fortbildung
- Grundlagen von Neurodiversität, ADHS und Autismus – Überschneidungen und Differenzierung
- Verhalten und Reizverarbeitung verstehen statt bewerten
- Was neurodivergente Personen im stationären Alltag brauchen
- Handlungsmöglichkeiten für einzelne Berufsgruppen (Pflege, Sozialdienst, Sport- und Kreativtherapie)
- Gruppen- und Diagnostikkonzepte im stationären Setting (u. a. FASTER, DBT-ADHS, SOKO-Autismus, TEACCH)
- Besonderheiten und typische Fallstricke im stationären Setting
- Reflexion der eigenen Haltung, Fallarbeit und Transfer in die Praxis
Praxisbezug im Klinik- und Reha-Alltag
Die Fortbildung beleuchtet typische Situationen aus dem stationären Alltag und zeigt, wie Teams neurodivergente Personen kompetent begleiten können:
- Verhalten als Ausdruck von Überforderung, Stress oder Reizverarbeitung verstehen
- Die eigene Haltung und Erwartungen gegenüber neurodivergenten Menschen reflektieren
- Neurodivergenz von anderen Anliegen unterscheiden und Komorbiditäten mitdenken
- Übergänge und Reize im stationären Alltag bewusst gestalten
- Ressourcen erkennen und im Behandlungsalltag sichtbar machen
- Beziehungsorientiert, wertschätzend und professionell begleiten
Ziel der Fortbildung
Die Fortbildung stärkt Fachkräfte darin, Verhalten nicht vorschnell zu bewerten, sondern als Ausdruck des Nervensystems und der individuellen Verarbeitung zu verstehen.
Ziel ist mehr Sicherheit im Umgang mit neurodivergenten Personen im stationären Alltag – fachlich fundiert, beziehungsorientiert und alltagstauglich.
Zielgruppe
- Pflege
- Sozialdienst
- Therapie
- Freizeit- und Kreativbereich
Referentin
Carina Mederle ist Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) mit Schwerpunkt im Erwachsenenalter.
Seit rund zehn Jahren behandelt sie Erwachsene im ambulanten und stationären psychiatrischen und psychosomatischen Setting. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Diagnostik und Behandlung von ADHS und Autismus.
An ihrer Klinik hat sie ein Diagnostik- und Therapiekonzept für ADHS im stationären Setting aufgebaut und arbeitet derzeit an einer entsprechenden Umsetzung für die Autismus-Diagnostik.
Sie kennt das stationäre Setting aus der Praxis und verbindet fachliches Wissen mit konkreten, alltagstauglichen Handlungsansätzen.